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Titel: Ugly: Verlier nicht dein Gesicht
Autor: Scott Westerfeld
Genre: Jugendbuch / Dystrophie
Verlag: carlsen
Erscheinungsdatum: März 2011
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 432
Preis: 8,95€
ISBN:978-3-551-31006-4
Kurzbeschreibung:
Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für
alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur
Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben.
Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will
nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch
Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden
stellen sie vor eine furchtbare Wahl ...
Quelle*
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Gestaltung:
Mir gefällt das deutsche Cover sehr gut, da man sieht, was durch die Operation verändert wird und es einfach zum Buch passt. Auch der Titel ist gut gewählt.
Erste Sätze:
»Der Frühsommerhimmel hatte die Farbe von Katzenkotze.
Natürlich, dachte Tally, müsste man der Katze eine Zeit lang Katzenfutter mit Lachsgeschmack geben, um die richtigen Rosatöne zu erhalten. Die Wolkenfetzen wirkten ein bisschen zerzaust, sie wurden von einem Wind hoch oben durcheinandergewürfelt. Als das Licht verschwand, klaffte tiefblaue Nacht dazwischen hervor, wie ein umgestülpter Ozean, bodenlos und kalt.«
Zum Buch:
Ugly spielt in einer entfernten Zukunft, in der jede
Person mit 16 einer Operation unterzogen wird. Bei der Operation werden die „Uglys“
dem Schönheitsideal angepasst und zu „Pretties“. Dadurch kann niemand mehr
ausgestoßen werden, denn jeder sieht ungefähr gleich aus.
Schon von klein an werden die Uglys so erzogen, dass sie
alles und jeden vor der OP hässlich finden und sehnen sich nach ihren 16. Geburtstag.
So auch die Protagonisten Tally, die es gar nicht mehr erwarten kann, hübsch zu
werden, und endlich ihre Freunde wiederzusehen. Doch dann lernt sie Shay
kennen, die gar nicht hübsch werden möchte und schließlich flieht. Nun stellen
die Behörden Tally vor eine schreckliche Wahl und sie merkt, dass hinter der
schönen Fassade des Systems eine schreckliche Wahrheit steckt.
Man merkt, dass Scott Westerfeld seine Welt gut
durchdacht hat. Man merkt schnell, dass die Uglys nicht viel Ahnung von der
Welt haben, dem System vollständig vertrauen und nicht wirklich selbstständig
denken. Die Thematik, was man selbst genau unter Hübsch definiert, regt zum Nachdenken an.
Spannung wollte sich anfangs bei mir gar nicht
einstellen. Erst nachdem Tally weglief, wurde es etwas interessant, denn auf
dem Weg nach Smoke konnte man selbst ein wenig mit rätseln, was die Zeilen wohl
bedeuten mochten. Jedoch war ich zwischendurch ein wenig genervt, denn wir „Rusties“
wurden zum Teil als sehr dumm dargestellt. Der Konflikt mit der Umwelt war zwar
ein guter Ansatz, allerdings hätte der Autor etwas mehr darauf eingehen müssen.
Im weiteren Verlauf des Buches gibt es sehr lange Durststrecken bis mal wieder
etwas Spannendes passiert. Nur hin und wieder gibt es ein paar actionreiche und
spannende Momente. Ich fand es zum Beispiel sehr interessant, weitere Sachen
über die Operation zu erfahren. Die Logikfehler, die es sowieso schon gibt,
häufen sich immer mehr als es zum Ende zugeht. Dieses war für mich total
vorhersehbar.
Das Buch hat sehr kurze Kapitel und wurde aus der Er-Perspektive geschrieben. Der Autor
verwendete meistens kurze Sätze und seine Wortwahl wurde sehr einfach, fast
schon kindlich, gehalten.
Die Charaktere sind alle relativ flach, nicht wirklich
gut ausgearbeitet und stellenweise auch klischeehaft. Sie verhalten sich nicht
ihrem Alter entsprechend, sondern haben eine etwas kindliche Denkweise. Tally:
Die Protagonistin empfand ich zu Anfang als etwas zickig und naiv. Sie
vertraute dem System blind. Im weiteren Verlauf des Buches macht sie eine tolle
Entwicklung durch, diese konnte man sich
allerdings auch schon denken, denn wie hätte die Geschichte sonst weitergehen
können? Ihre Liebesbeziehung mit David ging mir viel zu schnell und war nicht
tiefgründig genug. Shay: Sie war mir anfangs sehr sympathisch, denn Shay
scheint als einzige einen Durchblick zu haben. Später wurde sie mir allerdings
durch ihre zickige Eifersucht schnell unsympathisch. David: Abgesehen von
seiner nervigen Schwärmerei für Tally ist er ganz in Ordnung. Allerdings konnte
ich weder zu ihm noch zu irgendeinem anderen Charakter eine Bindung aufbauen.
Im Großen und Ganzen ist Ugly kein schlechtes Buch. Die
Geschichte wie auch die Charaktere hätten mehr ausgebaut und beleuchtet werden
müssen. Ich selbst bin etwas enttäuscht von der Geschichte, ich habe wirklich
mehr erwartet.
Sonstiges:
Die Ugly-Pretty-Special Reihe ist in vier Bänden abgeschlossen: Ugly: Verlier nicht dein Gesicht (Originaltitel: Uglies), Pretty: Erkenne dein Gesicht (Originaltitel: Pretties), Special: Zeig dein wahres Gesicht (Originaltitel: Specials) und Extra: Wer kennt dein Gesicht (Originaltitel: Extras).
Nachtrag: Meine Rezension zu Pretty findet ihr hier.
Nachtrag: Meine Rezension zu Pretty findet ihr hier.
Über den Autor:
Scott Westerfeld wurde in Texas geboren. Er studierte Japanisch, Spanisch und Latein und arbeitete unter anderem als Lehrer, Redakteur und Softwaredesigner. Seit einigen Jahren lebt er abwechselnd in Sydney und New York und schreibt mit großem Erfolg Romane für Erwachsene und Jugendliche.
Zitate:
»Es musste entsetzlich sein, ein hässliches Gesicht zu sehen, wenn man die ganze Zeit von dermaßen schönen Menschen umgeben war.« (Seite 29)
»Das zu tun, was von uns erwartet wird, ist immer langweilig. Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als Spaß haben zu müssen.« (Seite 53)
Bewertung:
Cover: ●●●●●Schreibstil: ●●●○○
Idee: ●●●◐○
Charaktere: ●●◐○○
Humor: ●●○○○
Romantik: ●○○○○
Spannung: ●●◐○○
Handlung: ●●●○○
Insgesamte Wertung: 6,2 / 10
Mehr Infos:
Über das BuchÜber die Reihe
Über den Autor
Leseprobe
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*Bild- und Textquelle: http://www.carlsen.de/junge-erwachsene/taschenbuch/ugly-pretty-special-band-1-ugly-verlier-nicht-dein-gesicht/18347
Hey, ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen :D Und da ich es liebe durch Rezensionen zu störbern, hab ich gleich deine auch mal durchstöbert :D
AntwortenLöschenDu hast eine super Bewertungssystem, so kann man nämlich alles genau nachvollziehen.
Außerdem finde ich es gut, dass du auch den Link postest, der zu den anderen Covern führt :D Als ich das Englische gesehen habe, ist mir aufgefallen, dass wir mal ein Ausschnitt des Buches in Englisch gelesen haben :D
Generell drückst du deine Meinung gut aus und man kann sie nachvollziehen. Außerdem schreibst du realtiv abwechslungsreich, sodass einem nicht langweilig wird und Fehler sind mir auch keine aufgefallen :D
Die Zitate am Schluss aus dem Buch hast du auch gut gewählt finde ich :D
Nur als du die Charaktere beschreibst und beurteilts, würde ich das wenig übersichtlicher machen, du schreibst ja immer: David:....Tally:...
ich würde wenn ein neuer Charakter beginnt, immer ein Absatz machen und vielleicht die Charakternamen kursiv machen, sodass man ein bisschen besseren Überblick hat. Ist aber nur ein Vorschlag ;)
Vielen Dank für die Rezension, mal gucken ob ich das Buch lese :D
P.S ich mag deinen Mauszeiger :D