Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Rezension ♣ Stimmen (Ursula Poznanski)

Bildquelle*




Titel: Stimmen
Autorin: Ursula Poznanski
Reihe: Kaspary & Wenniger ermitteln, Band 3 | Band 1 | Band 2
Genre: Krimi / Thriller
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 26.02.2016
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 464 Seiten
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3499267437







Beschreibung
Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben. Sie hatten ein Opfer dargebracht. Auf keinen Fall durften sie ihn hören.
SIE WISSEN, WER DU BIST.
Menschen, die wirr vor sich hin murmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen...
Textquelle*


Zum Buch
Stimmen ist der dritte Band der Thriller-Reihe von Ursula Poznanski, die in Salzburg spielt. Diesmal wird ein junger Arzt in einer Psychiatrie tot aufgefunden, nackt, mit einer Brechstange im Hals und Plastikmessern auf dem Körper.
Es gibt einige verdächtige Patienten. Walter, der Stimmen hört, die ihm Befehle erteilen. Maya, die nur das eine Thema kennt und permanent lügt. Yasmin, die weder spricht, noch sonst kommuniziert und immer nur ins Leere starrt, deren Fingerabdrücke aber überall sind. Sie umgibt eine Vergangenheit, die der Öffentlichkeit gegenüber geheim gehalten werden soll. Beatrice klammert sich an die Ahnung, dass Yasmine ihr Hinweise auf den Täter gibt. Stellt sich ihre Spur auch diesmal als richtig heraus oder ist ihre Theorie an den Haaren herbei gezogen?

Da Beatrice durch diesen Fall erneut weniger Zeit für ihre Kinder hat, reibt ihr Ex-Mann Achim ihr wieder unter die Nase, dass sie eine schlechte Mutter sei und die Kinder sich bei ihm viel wohler fühlen. Er macht Beatrice regelrecht den Kindern gegenüber schlecht. Dieses kindische Verhalten hat mir Achim nur noch unsympathischer gemacht. Auch wenn Beatrice während den Ermittlungsphasen wirklich wenig Zeit für ihre Kinder hat, hat sie diese Reaktionen nicht verdient.
Auf der anderen Seite kommen sich Florin und Beatrice wieder etwas näher. Wie schon in den anderen Bänden spielt ihre Beziehung nur eine untergeordnete Rolle, trotzdem fiebert man als Leser mit.

Neben den Patienten in der Klinik gibt es aber auch Personal, welches die Tat begehen haben könnte. Und es bleibt nicht bei einem Toten. Es passieren immer wieder „Unfälle“. Auch wenn sich manche Stellen etwas gezogen haben, war es spannend, alles mitzuverfolgen und selbst zu rätseln, wer hinter all dem stecken könnte. Tatsächlich lag ich mit meiner Annahme nicht ganz falsch. Überrascht hat mich die Auflösung dann doch. Es bleiben ein paar Fragen offen, aber allgemein hat mich das Ende zufriedengestellt.


Fazit
Stimmen hat mich, vielleicht auch verstärkt durch die Audio-Version – gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, was es mit den Hinweisen auf sich hat und wer der Täter ist. Auch hat mir diesmal die gefühlsvolle Seite von Beatrice besonders gefallen. Ich habe emotional nicht mir mit Beatrice, sondern auch mit den Patienten der Psychiatrie mitgefühlt.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●◐○
Charaktere: ●●●●○
Spannung: ●●●●○
Handlung: ●●●◐○

Insgesamte Wertung: 8 / 10       (gefühlt: 8 / 10)


Mehr Infos

Montag, 25. September 2017

Rezension ♣ Blinde Vögel (Ursula Poznanski)

Bildquelle*




Titel: Blinde Vögel
Autorin: Ursula Poznanski
Reihe: Kaspary & Wenniger ermitteln, Band 2 | Band 1 | Band 3
Genre: Krimi / Thriller
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 30.01.2015
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3499259807







Beschreibung
Status: Ermordet
Zwei Tote bei einem Salzburger Campingplatz. Sie stranguliert, er erschossen. Zwischen beiden scheint zu Lebzeiten keinerlei Verbindung bestanden zu haben. Oder täuscht der erste Blick?
Die Salzburger Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finden eine überraschende Gemeinsamkeit: Beide waren Mitglieder in einem Internetforum. Ein Forum für Dichtung. Harmloser geht es nicht.
Beatrice Kaspary folgt ihrem Instinkt und schleust sich als vorgebliche Lyrik-Liebhaberin in die Gruppe ein. Kurz darauf gibt es einen dritten Todesfall...
Textquelle*


Zum Buch
Blinde Vögel beschäftigt sich mit dem zweiten Fall, den Beatrice Kaspary und Florin Wenniger nachgehen. Zwei Tote wurden aneinander gefesselt auf einem Campingplatz gefunden. Es sieht zunächst nach Mord und Selbstmord aus, aber was genau steckt dahinter?
Beatrice stößt auf eine Lyrik-Gruppe, in der beide Opfer Mitglied waren. In der Hoffnung, Hinweise auf den Täter oder das Geschehen zu finden, schleust sie sich ein – und merkt schnell, dass sich einige Personen merkwürdig verhalten. Und es kommt zu weiteren Todesfällen innerhalb der Gruppe…

Beatrice und Florin haben zwar eine Spur, tappen aber lange Zeit im Dunkeln. Auch als Leser merkt man, dass alles, was geschieht, miteinander in Beziehung steht. Ich für meinen Teil konnte diese Zusammenhänge auch nie richtig greifen. Da es nur wenig Fortschritte gibt, ist das Pacing in der ersten Hälfte des Buches recht langsam.
Ab ungefähr der Mitte gibt es stärkere Hinweise auf den Täter und damit steigt auch die Spannung an. Die Handlung geht schneller voran. Die Aufklärung ging mir etwas zu schnell und zu einfach und ließ bei mir noch einige Fragen offen.

Was das Privatleben angeht, so versucht Beatrice sich mit ihrem Ex-Mann zu versöhnen und man erhält tiefere Einblicke in das Familienleben von Florin. Wie im letzten Band angedeutet kommen sich die beiden etwas näher… und irgendwie auch nicht. Sie befinden sich in einer Grauzone und vermutlich wissen beide nicht einmal genau, was sie wollen. Auch wenn es mich verwirrt hat, was zwischen Beatrice und Florin läuft (oder eben nicht), finde ich es extrem gut, dass diese Andeutungen und Annäherungen a) nur sehr langsam und damit realistisch geschehen und b) nur einen kleinen, untergeordneten Part spielen.


Fazit
Blinde Vögel fand ich etwas schwächer als sein Vorgänger. Obwohl mir die Charaktere und Handlung insgesamt erneut gefallen haben, zog sich die erste Hälfte in die Länge. Die Langatmigkeit machte sich besonders dadurch bemerkbar, da die Ermittler im Dunkeln tappen. Interessant und originell war die Idee mit der Lyrik-Gruppe, nur – für mich – nicht ganz so spannend.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●○○
Charaktere: ●●●●○
Spannung: ●●●○○
Handlung: ●●●◐○

Insgesamte Wertung: 7,4 / 10       (gefühlt: 7,5 / 10)


Mehr Infos

Mittwoch, 6. September 2017

Rezension ♣ Fünf (Ursula Poznanski)

Bildquelle*




Titel: Fünf
Autorin: Ursula Poznanski
Reihe: Kaspary & Wenniger ermitteln, Band 1 | Band 2 | Band 3
Genre: Krimi / Thriller
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2013
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 384 Seiten
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3499257568







Beschreibung
Ein Spiel mit Namen Tod.
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird...
Textquelle*


Zum Buch
Von Ursula Poznasnki habe ich bisher nur Erebos gelesen, wollte aber schon seit langem weitere Bücher von ihr lesen. Fünf hat mich durch die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Man verfolgt Beatrice Kaspary und ihren Partner Florin Wenniger bei einem Fall, der es in sich hat: Eine Frau wurde mit eintätowierten Koordinaten aufgefunden, an diesem Ort finden die Ermittler ein Körperteil und weitere Koordinaten, und so weiter. Eine Schnitzeljagd der blutigen Art. Die Zeugen, die Beatrice und Florin vernehmen werden nach und nach ebenfalls tot aufgefunden. Wie stehen sie in Beziehung zueinander? Können die beiden dem Täter rechtzeitig das Handwerk legen, bevor sie sich selbst in Gefahr bringen?

Beatrice hat einige Lasten zu tragen. Sie ist eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Ihr Ex-Mann Achim macht ihr permanent Vorwürfe, sie würde den Job vorziehen und sich nicht gut genug um die Kinder kümmern. Von ihrem Vorgesetzten wird Beatrice auch nicht ernst genommen und fast schon schikaniert. Außerdem hat sie mit etwas aus ihrer Vergangenheit noch nicht abgeschlossen und dieses Ereignis verfolgt sie auch während der Ermittlungen. Trotz all ihrer Probleme ist Beatrice eine starke und selbstbewusste Frau, die manchmal auch an sich selbst zweifelt, ihre Schwächen aber kennt.
Florin ist ein sehr fürsorglicher Partner, dem sich Beatrice anvertrauen kann und der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Während der Fälle vertraut er ihrem Gespür und kann sich sehr gut in die Zeugen hineinversetzten, weshalb er es auch ist, der meistens die Gespräche führt. Die beiden bilden ein eingespieltes Team und die Beziehung zwischen den beiden hat mir sehr gefallen.
Ursula Poznanski hat es geschafft, alle (oder wenigstens die meisten) Charaktere mehrschichtig und dreidimensional darzustellen. Insbesondere hat mir da auch Stefan gefallen, der mit seiner offenen und lebhaften Art alles etwas positiver macht. Da er sich mit Geocaching auskennt, greift er Beatrice und Florin unter die Arme. Somit wird auch gut erklärt, was Geocaching ist und wie es funktioniert.

Die Handlung war fesselnd und ich wollte unbedingt wissen, wer der Täter ist. Ich hatte mehrere Vermutungen, diese stellten sich allerdings als falsch heraus. Für mich jedenfalls war das Ende unvorhersehbar. Der Fall wurde gut aufgeklärt und abgeschlossen. Es gab keine Stelle, in der ich mich gelangweilt habe, nur gibt es immer wieder ein ähnliches Muster, das die Ermittler verfolgen.


Fazit
Geocaching in einen Thriller einzubauen ist eine sehr interessante Idee, die mir persönlich viel Spaß gemacht hat. Fünf ist packend geschrieben und konzentriert sich nicht nur auf den Fall, sondern auch auf die Protagonistin. Somit konnte ich eine Beziehung zu Beatrice aufbauen und verstehen, warum sie wie handelt. Einziger Minuspunkt ist, dass sich die Ermittlungen etwas im Kreis drehen, da das Geocaching und das Vernehmen der neuen Zeugen immer nach dem selben Muster abläuft. Das dämpft die Spannung ein bisschen. Nichtsdestotrotz konnte mich Fünf fesseln und ich freue mich schon darauf, die nächsten Bände der Reihe zu lesen.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●●●
Charaktere: ●●●●○
Spannung: ●●●◐○
Handlung: ●●●◐○

Insgesamte Wertung: 8,4 / 10       (gefühlt: 8,5 / 10)


Mehr Infos

Freitag, 18. August 2017

Rezension ♣ Schuld und Menschlichkeit (Constantin Himmelried)


Bildquelle*


Titel: Schuld und Menschlichkeit - Justizfälle über Moral und Gerechtigkeit
Autor: Constantin Himmelried
Reihe: -
Genre: Krimi
Verlag: Tredition
Erscheinungsdatum: 08. Februar 2017
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 284
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-7345-9349-9
Kaufen?: amazon




Beschreibung
Die Fälle, die hier erzählt werden, beruhen auf wahren Begebenheiten. Sie ermöglichen Ihnen einen tiefen Einblick in die Justizvollzugsanstalten und in das deutsche Rechtssystem.

Ein Killer feuert in der Öffentlichkeit neun Mal in das Gesicht seines Opfers. Seine Strafe: sechs Jahre Haft. Ein unscheinbarer Gefangener muss am Tag seiner Freilassung zurück ins Gefängnis und begeht Selbstmord. Ein Vergewaltiger will seine Tat nicht eingestehen und akzeptiert eine höhere Strafe, die er ohne Bewährung bis zum Schluss absitzt. Dann trifft er einen alten Freund. Ein Schleuser, der acht Frauen unter lebensgefährlichen Umständen nach Deutschland geschleppt hatte, kommt mit einer Geldstrafe davon.

Aus der Presse entnehmen Sie nur die Schlagzeilen: den Beginn des Prozesses, den Verdacht der Staatsanwaltschaft und am Ende die Verurteilung. Nicht immer bestätigt sich der Verdacht der Staatsanwaltschaft, nicht immer findet eine tatsächliche Verteidigung statt. Dieses Buch wird Ihnen einen Einblick in den Alltag von Strafprozessen und der Handhabung von Urteilen geben. Und Sie werden erstaunt sein, vielleicht erschrocken, wie das Justizsystem tatsächlich funktioniert. Schuld & Menschlichkeit erzählt die Geschichte hinter der Geschichte. Der Leser erfährt, was wirklich geschah. Warum die Strafen so ausgefallen sind. Und dass hinter jedem einzelnen Schicksal weit mehr steckt, als nur die Schlagzeile in der Zeitung. 


Zum Buch
In Schuld und Menschlichkeit werden vier Einzelschicksale erzählt. Dabei handelt es sich um tatsächliche Ereignisse, die allerdings so verändert und fiktiv erzählt werden, dass man nicht auf die ursprünglichen Fälle zurückgreifen kann. Auf die einzelnen Geschichten möchte ich gar nicht genauer eingehen um nicht zu viel zu verraten. Die Fälle sind alle spannend und ich für meinen Teil wollte immer unbedingt wissen, wie es ausgeht und welche Wahrheit dahinter steckt.

In den Geschichten wird jeweils auf die Vorwürfe bzw. die Verurteilung eingegangen, danach folgt der Prozess, in dem der Fall nach und nach aufgeklärt wird. Es wird sich Zeit genommen, die verschiedenen Positionen, Aufgaben und Abläufe eines solchen Prozesses zu erklären. Ebenfalls gewinnt der Leser Einblicke in den Alltag im Gefängnis und wie es hinter Gittern abläuft. Diese Eindrücke empfand ich als sehr interessant, auch die Erläuterungen waren für einen Laien sehr gut verständlich.

Es ist erschreckend, wie schnell und einfach Fehler unterlaufen können und Unschuldige verurteilt werden. Jedoch kamen mir auch einige Sachen etwas zu überspitzt dargestellt oder die Lösungsfindung zu einfach vor.
Ein weiterer Punkt der mich etwas gestört hat, waren die Formatierung und der Schreibstil. Vor allem ersteres hat meinen Lesefluss, besonders bei der ersten Geschichte, verlangsamt. Die Schrift und Zeilenabstände sind relativ groß gehalten und da es viele Absätze gibt, hat mich das zunächst aus dem Konzept gebracht. Nach und nach habe ich mich allerdings daran gewöhnt.


Fazit
Die Geschichten sind spannend und man kann sie aufgrund ihrer Kürze schnell durchlesen. Für jeden, der gerne Krimis liest/schaut und daran interessiert ist, wie das deutsche Rechtssystem funktioniert, ist Schuld und Menschlichkeit empfehlenswert!


Bewertung
Cover:
Schreibstil:
Idee:
Charaktere:
Spannung:
Handlung:

Insgesamte Wertung: 6,6 / 10       (gefühlt: 6 / 10)


Mehr Infos
Zum Buch (mit Leseprobe)
Zum Autor

 *Bild- und Textquelle: https://tredition.de/autoren/constantin-himmelried-19866/schuld-und-menschlichkeit-paperback-89110/