Samstag, 19. November 2016

Rezension ♣ Für jede Lösung ein Problem (Kerstin Gier)



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 Titel: Für jede Lösung ein Problem
 Autor: Kerstin Gier
 Reihe: -
 Genre: Humor, Contemporary, Chick-Lit
 Verlag: Bastei Lübbe
 Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2006
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 300 Seiten
 Preis: 9,90€
 ISBN: 978-3404156146



Beschreibung:
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!
Textquelle**

Zum Buch:
Gerda, bevorzugt Gerri genannt, ist dreißig, Schriftstellerin von Heftromanen und die jüngste von vier Schwestern. Von ihrer Familie wird ihr vorgeworfen, keinen 'anständigen' Job zu haben -  ihre Eltern schämen sich regelrecht dafür - und warum sie den einen Ex-Freund denn nicht behalten hätte, schließlich tickt die biologische Uhr.
Gerri's Leben läuft nicht gerade wie in einem ihrer Liebesromane, und als es auch noch beim Verlag kriselt, beschließt sie, der Sache ein Ende zu bereiten. Wie alles in ihrem Leben plant sie auch ihren Selbstmord ganz genau durch. Die Abschiedsbriefe sind losgeschickt, die Wohnung gekündigt, das Testament geschrieben. Nur der Selbstmord an sich, mit Schlaftabletten und Vodka, klappt unter unvorhersehbaren Umständen nicht.

Auf ihre Abschiedbriefe reagiert nicht jeder wie ihre beste Freundin Charly, die glücklich darüber ist, dass Gerri noch lebt, sie bei sich aufnimmt und ihr seelisch und moralisch beisteht. Gerri's Mutter dagegen ist stinksauer und wirft ihr vor, die ganze Familie beschämt zu haben. Und so muss Gerri den restlichen Tag die eingehenden Telefonate annehmen und erklären, warum sie nun doch noch lebt.
Auch die nächsten Tage werden nicht leichter. Unsere Protagonistin darf sich mit Liebes-, Familien- und Arbeitsdrama herumschlagen und plötzlich verläuft Gerri's eigenes Leben so dramatisch wie in ihren Romanen.

Kerstin Gier schafft es das Thema Selbstmord amüsant darzustellen, ohne die Ernsthaftigkeit der Thematik zu verletzen. Der Charakterkreis ist überschaubar, dafür aber unglaublich gut ausgearbeitet. Schnell entwickelt man beim Lesen eine Abneigung gegen oder eine Zuneigung zu gewissen Charakteren, vielleicht gerade deshalb weil man sie so gut auf Leute, die man kennt, beziehen kann.
Der Schreibstil ist gewohnt locker, leicht und schnell zu lesen. Die Handlung geht zügig vorran und man fiebert mit Gerri mit. Auch der Humor ist definitiv ein Pluspunkt.

FAZIT
Mich hat Für jede Lösung ein Problem sehr oft zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Ich mochte Gerri als Charakter sehr und es war schön, sie durch ihren etwas absurden Alltag zu begleiten. Auch der Spannungsbogen ließ nicht nach, da man schon gerne wissen möchte, wie alles am Ende ausgeht. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten.

Bewertung:   
Cover: ●●
Schreibstil: ●●●
Idee: ●●   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 7,6 / 10     (gefühlt: 8 / 10)


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Freitag, 2. September 2016

Rezension ♣ Die Kinder der Götter (Pamela Gelfert)

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 Titel: Die Kinder der Götter
 Autor: Pamela Gelfert
 Reihe: -
 Genre: Fantasy, Paranormal
 Verlag: Edition Ecrilis
 Erscheinungsdatum: 01. März 2016
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 413 Seiten
 Preis: 9,99€
 ISBN: 978-3944554655



Beschreibung:
Götterkinder, so nennt man jene, welche mit der Macht eines Gottes ausgestattet sind. Als Piraten befahren sie die Meere, gebrandmarkt mit dem Zeichen des Gottes, der sie auserwählt hat. Sie beherrschen das Meer, sind von der Bevölkerung gefürchtet. Untereinander führen sie grausame Schlachten, bringen ihrem Gott Ruhm oder Schande. Denn sie sind Teilnehmer eines Wettstreites, bei dem es um mehr als nur den Sieg geht.
Textquelle*

Zum Buch:
In einem Wettstreit der Götter werden ihre Auserwählten mit Kräften ausgestattet und kämpfen als Piraten gegeneinander. Stirbt der Schützling, scheidet der Gott aus. Gleichzeitig erhält der Sieger die Armulette, die der Besiegte bisher gesammelt hat und gewinnt demnach an Stärke. Der Auserwählte, der am Ende gewinnt, bekommt einen Wunsch seiner Wahl erfüllt. Hades, der Gott der Unterwelt, hat den Wettbewerb vorgeschlagen und verfolgt heimtückisch sein eigenes Ziel.
In diesem Wettkampf, von dem die normale Bevölkerung nichts weiß, wird Katherine Loriala unglücklicherweise hineingezogen. Die junge Adelige wird von Piraten entführt - oder viel mehr gerettet, wie sie kurze Zeit später erfährt. Durch einen Zwischenfall wird sie nicht wie geplant auf einer Insel wieder 'freigelassen', sondern muss mit der Crew weitersegeln. Das passt der sturen Blonden gar nicht, aber schnell merkt sie, dass sie mit ihrem großen Mundwerk und ihrer stolzen Art bei den Sturmpiraten nicht ankommt. Anpassen ist der einzige Ausweg und da sie nun Teil des ganzen Schlamassels ist, bleibt ihr auch kaum etwas anderes übrig.

Samuel Scyllaeus, der Piratenkapitän und Auserwählte des Poseidons, kann das Wasser kontrollieren und geht bei Kämpfen bis an seine Grenzen. Trotz seiner Erbarmungslosigkeit während der Kämpfe gegen andere Götterkinder oder Seeritter ist er humaner und weniger brutal gegenüber Zivilisten als andere Piraten und führt dementsprechend auch seine Mannschaft. Seine aufopfernde und beschützerische Persönlichkeit rettet Katherine mehr als einmal das Leben. Katherine steht nicht gerne in der Schuld eines Piraten und so beschließt sie kurzerhand, dass Samuel ihr das Kämpfen mit dem Säbel beibringt.
Ich hatte mit ihren Charakter immer ein kleines Problem. Katherine's trotzige, arrogante Art fand ich besonders am Anfang extrem nervig. Das hat sich zwar mehr und mehr gelegt, da Katherine eine große Charakterentwicklung durchmacht, dennoch konnte ich mit ihr einfach nicht warm werden.
Zwischen ihr und Samuel entwickelt sich sehr langsam eine Liebesgeschichte, die gleich bei ihrer ersten Begegnung zu erahnen ist. Die Beziehung vertieft sich Stück für Stück und überschattet auf keinen Fall die Haupthandlung, worüber ich sehr dankbar war. Das Tempo war gut gewählt; zu Beginn ging es mir ein bisschen schnell aber ansonsten war alles sehr realistisch.

Natürlich stößt die Gruppe auch auf andere Götterkinder und nicht alle sind friedlich gesinnt. Die Kampfszenen haben mir alle sehr gut gefallen. Es ging richtig zur Sache und gerne hätte ich noch mehr davon gelesen. Interessant war auch zu sehen, wie die Auserwählten ihre verschiedenen Kräfte einsetzen.
In kurzer Zeit werden viele neue Götterkinder vorgestellt, die aber - erstmal - nur kurz auftauchen und keine große Rolle spielen. Nach und nach bilden sich dann Allianzen und man erfährt mehr über die anderen Piraten.

Für mich entstanden einige Längen, da ziemlich lange kein genaues Ziel/ Ende zu erkennen war. Obwohl viel passiert hat mir ein bisschen der 'Schwung' gefehlt, dieser Grund, unbedingt weiterlesen zu müssen.
Auch fiel es mir schwer, Beziehungen zu den Charakteren aufzubauen. Zwar habe ich sie immer besser kennengelernt - und viele Charaktere haben sich auch weiterentwickelt - aber so einen richtigen Draht konnte ich nicht wirklich aufbauen. Das heißt allerdings nicht, dass ich die Charaktere nicht mochte. Im Gegenteil, alle Figuren waren sehr gut ausgebaut, hatten ihre Hintergründe und Beweggründe und waren mir sehr sympathisch. Ja, auch Katherine war zum Schluss ganz in Ordnung.

Allgemein hat sich die Autorin viel Mühe bei der Weltgestaltung und der Verflechtung der griechischen Mythologie gegeben. Auch Hades war nicht zu unterschätzen und warf den Götterkindern immer wieder Steine in den Weg, die nicht so leicht zu beseitigen war. Teilweise erschien er mir sogar etwas zu mächtig, das glich sich mit dem letzten Kampf allerdings wieder aus, denn im Vergleich zu den vorherigen Kämpfen erschien dieser mir relativ einfach. Der Spannungsbogen war gut gespannt, nur war mir der Mittelteil etwas langatmig, doch zum Finale wurde es zunehmend spannender. Diese ganzen Wendungen und Ausgänge hätte ich nicht erwartet.

FAZIT
Die Kinder der Götter gefiel mir besonders durch die Elemente griechische Mythologie und Piraten - beides Themen, über ide ich gerne lese. Der Autorin ist es gelungen komplexe Charaktere zu erschaffen und die neuartige Welt realistisch darzustellen. Kritikpunkt ist für mich das Tempo - vielleicht hätte man die Handlung etwas kürzen können.

Bewertung:  
Cover: ●●
Schreibstil: ●●●
Idee: ●●   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 7,0 / 10     (gefühlt: 7 / 10)


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Montag, 4. April 2016

Rezension ♣ Das Lied von Eis und Feuer - Band 1 & 2 (George R. R. Martin)

Da das erste englische Buch der Game of Thrones Reihe in Deutschland in zwei Bücher gesplittet wurde, werde ich beide in einem Post rezensieren!


http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/243_26774_132779_xl.jpg
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 Titel: Das Lied von Eis und Feuer: Die Herren von Winterfell
 Originaltitel: A Game of Thrones
 Autor: George R. R. Martin
 Reihe: Band 1
 Genre: Fantasy
 Verlag: Blanvalet
 Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2010
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 576 Seiten
 Preis: 15€
 ISBN: 978-3-442-26774-3


Beschreibung:
Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!
Textquelle*

Zum Buch:
Der Autor schafft es eine extrem komplexe Welt zu kreiiren. Die Charaktere sind unglaublich gut ausgebaut. Schon nach wenigen Seiten kann man sie sich sehr gut vorstellen. Doch die hohe Anzahl der verschiedenen Familien, Orte und Personen wirkt auf dem ersten Blick überwältigend und verwirrend. Es dauert eine ganze Weile bis man die Charaktere richtig einordnen kann.
Die Familie Winterfell steht im Mittelpunkt. Aus den Perspektiven ihrer Mitglieder liest man am meisten. Die Perspektiven wechseln pro Kapitel und vergrößern daher den Drang, weiterzulesen. Schnell baut man als Leser Beziehungen zu den einzelnen Charakteren auf - positive wie negative. So fiebert man mit den Charakteren, die man besonders mag, mit oder regt sich über die auf, die nerven. Ich finde es faszinierend, wie der Autor es schafft, den Schreibstil jeden Charakter authentisch anzupassen.
Die Handlung beginnt schon in den ersten Kapiteln unheilverkündend und die Spannung baut sich mit den weiteren Ereignissen immer mehr auf. An einigen Stellen jedoch zog sich die Geschichte. Meiner Meinung nach wurden oft weniger aufregende oder unwichtige Dinge beschrieben, die die Spannung dämpften.

FAZIT
Die komplexe Welt ist ein großer Pluspunkt, jedoch auch etwas lästig, da es eine Eingewöhnungszeit benötigt und man schnell verwirrt ist oder nicht ganz der Handlung folgen kann. Zum Ende des Buches sankt für mich die Spannung. Das kann allerdings auch daran liegen, dass ich das Buch mit Unterbrechungen gelesen habe. Mich haben besonders die Charaktere überzeugt, die sich mit ihrer Individualität und Authenzität auszeichnen und abheben.

Bewertung:  
Cover: ●●
Schreibstil: ●●●●
Idee: ●●   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 7,6 / 10     (gefühlt: 7,5 / 10)


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 Titel: Das Lied von Eis und Feuer: Das Erbe von Winterfell
 Originaltitel: A Game of Thrones
 Autor: George R. R. Martin
 Reihe: Band 2
 Genre: Fantasy
 Verlag: Blanvalet
 Erscheinungsdatum: 14. März 2011
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 544 Seiten
 Preis: 15€
 ISBN: 978-3-442-26781-1


Beschreibung:
Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!
Textquelle*

Zum Buch:
Band 2 setzt da an, wo Band 1 aufgehört hat – logisch, die beiden Teile sind ja auch nur ein geteilter englischer erster Band. Das Buch behandelt im Großen die steigenden Anspannungen zwischen den Lennisters und Starks, die damit verwickelten Intrigen und schließlich die Schlacht.

Inzwischen konnte ich die verschiedenen Charaktere gut unterscheiden, wusste, zu welchem Haus sie gehörten und welche Persönlichkeit sich ungefähr hinter ihnen versteckt. In diesem Teil wurde auch etwas mehr auf die einzelnen (Haupt-)charaktere und deren Entwicklung eingegangen. Zwar wurde die Welt – bestimmte Orte, Traditionen, Häuser – immer noch sehr ausführlich erklärt, was ihre Komplexheit widerspiegelt, dennoch empfand ich es nicht so geballt wie im ersten Teil.

Mir persönlich viel es schwer, die Sichten von Catelyn und Tyrion zu lesen, wobei mir Tyrion sogar noch etwas besser gefiel. Beide Perspektiven hatten immer viel mit Politik zu tun und waren für meinen Geschmack einfach etwas zu trocken.
Daraery’s Sicht war wohl mit am spannendsten. Sie blüht richtig auf, wird selbstbewusster und selbstständiger, steigert sich aber auch etwas zu sehr in die Ereignisse hinein. Nichtsdestotrotz habe ich sehr mit ihr mitgefühlt, und die Endszene war natürlich grandios.
Jon’s Sicht hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Das Leben auf der Mauer wird von den Ereignissen außerhalb beeinflusst und bringt Jon zum Grübeln, ob seine Entscheidung, das Schwarz anzulegen, die richtige war. Interessant war auch, wie seine Freunde und der Maester versuchen, ihn wieder auf den ‚richtigen‘ Weg zu bringen. Die Andeutungen, was wohl so im nächsten Band passieren wird, klingen auf jeden Fall vielversprechend.
Die Perspektiven der anderen Starks waren natürlich auch nicht uninteressant. Rob wird erwachsener und handelt wirklich wie ein zukünftiger König, trotz seines Alters. Bran ist einfach knuffig und ist fest entschlossen, nicht aufzugeben. Arya kämpft sich durch den Untergrund und Sansa lässt ihre naive Seite in der Vergangenheit.


FAZIT
Die Handlung ist temporeich und unvorhersehbar; auch bei den etwas langweiligeren Stellen wollte ich wissen, wie es weiter geht. In dem Bezug fand ich Band 2 besser als den Vorgänger – das Buch hatte zwar immer noch seine Längen, diese waren aber nicht mehr so anstrengend. Auch die verschiedenen Perspektiven flossen besser zusammen und der Handlungstrang war besser zu erkennen.

Bewertung:  
Cover: ●●
Schreibstil: ●●●●
Idee: ●●   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 8 / 10     (gefühlt: 8 / 10)


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