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Dienstag, 19. September 2017

Rezension ♣ Pandora - Wovon träumst du? (Eva Siegmund)

Bildquelle*




Titel: Pandora - Wovon träumst du?
Autorin: Eva Siegmund
Reihe: Die Pandora-Reihe, Band 1
Genre: Dystopie, Mystery
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 11. April 2016
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 496 Seiten
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-570-31059-5







Beschreibung
Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr...
Textquelle*


Zum Buch
Pandora spielt in einer dystophischen Zukunft. Elizabeth, bevorzugt Liz genannt, und Sophie werden eines Tages von einem Notar bestellt. Dort finden sie heraus, dass sie Zwillinge sind – schwer zu übersehen – die als Kleinkinder getrennt und zur Adoption aufgegeben wurden. Erster Schock: Die Familien, bei denen sie aufgewachsen sind, haben sie ihr Leben lang belogen. Doch es kommt schlimmer: Ihre leiblichen Eltern, Sebastian und Helena Zweig, sind verstorben. Sebastian soll angeblich Helena ermordet haben und starb im Gefängnis an so etwas simplen wie Krebs – eine Krankheit, die eigentlich längst ausgerottet wurde. Die Geschwister erhalten neben dem Geldkonto, auf das sie allerdings noch keinen Zugriff haben, einige Gegenstände aus Sebastians Besitz: einen blutigen Kittel, ein Foto und eine Sanduhr.
Zuerst kommen sich die Schwestern nur wenig näher, da sie aus ganz unterschiedlichen Milieus stammen. Sophie, die schon ihre Adoptivmutter verloren hat, wohnt mit ihrem Adoptivvater und Kater in einer kleinen Wohnung in ärmlichen Verhältnissen. Leider erfährt man nur sehr wenig über ihr Leben dort oder ihren Vater. Das Gleiche gilt für Liz‘ Eltern. Die tauchen nicht ein einziges Mal auf, da sie im Ausland auf Geschäftsreise sind. Liz wohnt in einem großen Anwesen mit ihrem Hund, ihren Bodyguard und ihrer Haushaltshilfe, die beide zu ihren Vertrauten gehören.

Da Sophie und Liz mehr über ihre leiblichen Eltern herausfinden wollen, beschliessen sie, nach ihnen zu „seekern“ und stoßen dabei auf NeuroLink. Das ist die Firma, die die Chips herstellt, die den Menschen eingesetzt werden. Aktiviert wirken sie wie ein zusätzlicher Bildschirm im Kopf, durch den man mittels der Stimme Nachrichten schreiben, Anrufe tätigen, im Internet surfen, etc. kann. Nachts werden dafür Träume eingeblendet, die von großen Firmen stammen und als Werbung dienen.
Sophie sieht, nachdem sie nach ihrem Vater seekert, eine Art Film, der sich allerdings sehr real anfühlt. In ihm ermordet Sebastian seine Frau, zumindest scheint es so, denn ein Teil des Film wurde herausgeschnitten. In den nachfolgenden Nächten hat Sophie reale Albträume, in denen sie den Mord immer wieder miterlebt.
Die Zwillinge beginnen, nachzuforschen. Zuerst bei der alten Arbeitsstelle ihrer Mutter – einer Untergrundorganisation und Redaktion gegen die Chips und NeuroLink. Später beo NeuroLink selbst, denn dort hat ihr Vater gearbeitet. Unterstützt werden sie von Sash, einen Hacker, der Helena kannte. Gemeinsam begeben sie sich auf mehrere kleine Abenteuer und stoßen auf eine Verschwörung, die sie mit jeder neuen Entdeckung mehr in Gefahr bringt.

Die Charaktere bleiben sehr oberflächlich und klischeehaft und entwickeln sich kaum weiter. Es gibt – nicht zuletzt aufgrund der vielen Unterschiede zwischen Sophie und Liz – oft Streitereien zwischen den beiden, die aber auf unnötigen Gründen beruhen. Ich verstehe, was die Autorin damit aufzeigen wollte, dennoch schienen diese mitsamt der Problemlösung wenig realitätsnah. Allgemein schien die Handlung eher langsam vorranzugehen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich immer im Kreis dreht, da alles nach dem selben Muster verlief und die beiden nur minimal weiter kamen. Dadurch ging auch viel der anfänglichen Spannung verloren.
Auch vom Ende habe ich mir mehr versprochen. Die Enthüllung und endgültige Lösung erschien mir, dafür, dass die gesamte Handlung über diese Sache mysteriös verschleiert hat, zu unspektakulär und vorhersehbar.


Fazit
Die Idee an sich – Träume, die gesteuert werden, noch dazu die Einmischung des Sandmanns – fand ich unglaublich interessant und ich kenne auch kein Buch, das diese Thematik behandelt. Das vielversprechende Potential wurde aber leider nicht vollständig ausgeschöpft. Trotz allem ist Pandora eine nette Unterhaltung für zwischendurch, vor allem für diejenigen, die das Thema ebenso spannend finden wie ich.


Bewertung
Cover: ●●●●●
Schreibstil: ●●◐○○
Idee: ●●●●○
Charaktere: ●●◐○○
Spannung: ●●◐○○
Handlung: ●●◐○○

Insgesamte Wertung: 5,6 / 10       (gefühlt: 5 / 10)


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Donnerstag, 9. April 2015

Rezension ♣ Das Zeichen der Vier (Sir Arthur Conan Doyle)

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 Titel: Das Zeichen der Vier
 Autor: Sir Arthur Conan Doyle
 Reihe: Band 2; Reihe | Band 1 |
 Genre: Mystery
 Verlag: Suhrkamp / Insel Taschenbuch
 Erscheinungsdatum: 26.11.2007 (Originalausgabe 1890)
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 196 Seiten
 Preis: 7,00€
 ISBN: 978-3-458-35014-9


Beschreibung:
Endlich ein neuer Fall für Sherlock Holmes! Sieben Jahre sind seit seinem Zusammentreffen mit Dr. Watson und ihrem ersten gemeinsamen Fall vergangen. In dieser Zeit schienen die Verbrecher zu pausieren. Doch nun erreicht Holmes das verzweifelte Hilfegesuch einer jungen Frau, und Watson knüpft amouröse Bande...
Textquelle*

Zum Buch:
Das zweite Buch der Sherlock Holmes Reihe konzentriert sich auf das Mysterium um einen Agraschatz. Durch die Klientin Mary Morstan erfahren Holmes und Watson, dass Jahre zuvor dieser Schatz aufgeteilt wurde. Nun passieren rätselhafte Morde an den Mitverschwörern. Was es mit dem Schatz auf sich hat, wer der Mörder ist und was das mit dem 'Zeichen der Vier' zu tun hat, das es gilt aufgelöst zu werden. 

Die Art, wie Holmes seine Fälle löst, ist und bleibt faszinierend. Es ist interessant mitzuverfolgen wie sich der Fall Stück für Stück aufklärt und die Hintergründe der Taten zum Vorschein kommen. Am Ende erklärt der Täter, wie im ersten Band auch, selbst, wie alles zustande gekommen ist und warum er die Tat begangen hat. 
Von Holmes entdeckt der Leser auch eine dunkle und launische Seite, die die Schattenseiten seines Talents, seiner besonderen Klugheit, hervorheben. Watson, der der eigentlich Protagonist der Geschichte ist, erhält auch einen etwas größeren Part. Seine Interaktionen mit Frau Morstan waren sehr erfrischend.

FAZIT
Das Zeichen der Vier beschäftigt sich als zweiter Band der Reihe mit einem sehr verstrickten Fall. Auch, wenn er vielleicht nichts besonderes sein mag, ist es doch die Art und Weise, wie Sherlock Holmes in aufklärt, die sehr unterhaltsam ist.

Bewertung:  
Cover: ●●●●
Schreibstil: ●●●●
Idee: ●●   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 8,8 / 10     (gefühlt: 8,3 / 10)

*Bild- und Textquelle: http://www.suhrkamp.de/buecher/das_zeichen_der_vier-sir_arthur_conan_doyle_35014.html

Montag, 1. Dezember 2014

Rezension ♣ Psycho (Robert Bloch)

http://golkonda-verlag.de/cms/upload/bilder/Psycho_150.JPG
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 Titel: Psycho
 Autor: Robert Bloch
 Reihe: /
 Genre: Horror / Mystery
 Verlag: Golkonda
 Erscheinungsdatum: 15. September 2012
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 512 Seiten
 Preis: 14,90€
 ISBN:  978-3942396288





Beschreibung:
Die junge Mary Crane soll für ihren Chef, einem unsympathischen Immobilienmakler, 40.000 Dollar auf die Bank bringen − und beschließt stattdessen, in einem anderen Bundesstaat ein neues Leben anzufangen. Auf dem Weg in das kleine Städtchen Fairvale, wo ihr Verlobter wohnt, verfährt sie sich jedoch, sodass sie sich gezwungen sieht, in einem abgelegenen Motel zu übernachten. An der Rezeption begrüßt sie ein etwas linkischer Mann mittleren Alters. Sein Name ist Norman Bates...
Textquelle*

Zum Buch:
Psycho wollte ich hauptsächlich lesen weil ich die Serie Bates Motel verfolge, in der es um die Jugend des Norman Bates geht, die mein Interesse auf das Buch geweckt hat. Auch wenn ich aufgrund des Klassiker-Statuses etwas mehr Spannung erwartet hätte bereue ich es nicht es gelesen zu haben.

Als roter Faden schlängelt sich das Verschwinden von Mary und dessen Ermittlungen durch das Buch. Die Spannung lässt meiner Meinung nach etwas zu wünschen übrig. Viele Stellen ziehen sich und die Charaktere sind mir ein bisschen zu stereotypisch. Vielleicht lag das aber auch an den Schreibstil, mit dem ich nicht ganz warm geworden bin.
Das Buch ist insgesamt aus fünf Sichtweisen geschrieben, von denen mir die von Norman natürlicherweise am besten gefallen hat. Schon am Schreibstil konnte man erkennen, dass er eine Persönlichkeitsstörung hat. Von der einen auf die andere Textzeile verändert sich sein Denken und Verhalten schlagartig.

Von der Auflösung am Ende war ich wirklich überrascht. Die ganzen Erklärungen waren verständlich und interessant. Wenn man die Aufklärung als Leser nicht nur nacherzählt sondern miterlebt hätte, wäre das Ende noch schöner gewesen.

FAZIT
Insgesamt hat mir Psycho gut gefallen. Die nicht durchgängige Spannung kann ich verschmerzen, da es immerhin auch spannende Stellen/ Kapitel gab. Für jemanden der nach einer kurzen Schauergeschichte für Zwischendurch sucht ist dieses Buch keine falsche Wahl.

Bewertung: 
Cover: ●●●●
Schreibstil: ●●●
Idee: ●●   
Charaktere: ●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 6,6 / 10

Mehr Infos:
Über das Buch

*Bild- und Textquelle: http://golkonda-verlag.de/cms/front_content.php?idcat=143

Mittwoch, 12. März 2014

Rezension ♣ Bone Key (Keith R. A. DeCandido)

http://d202m5krfqbpi5.cloudfront.net/books/1348285763l/2992247.jpg
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 Titel: Supernatural: Bone Key
 Autor: Keith R. A. DeCandido
 Reihe: /
 Genre: Urban Fantasy / Mystery
 Verlag: Harper Collins
 Erscheinungsdatum: 26. August 2008
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 304 Seiten
 Preis: $7.99 / 5,56€
 ISBN: 978-0-06-143503-4



Beschreibung:
Sam und Dean werden nach Key West, Florida, geleitet, der Heimat von Hemingway, Hurrikanes und einer ganzen Menge Dämonen. Die tropische Stadt hat so viele Ghule auf freiem Fuß, dass seit langem Geistertouren zum Verkaufsschlager gehören. Aber die Touren gibt es nicht mehr seitdem einer der Führer, anscheinend durch einen Herzinfakt, tot aufgefunden wurde... sein Gesicht wie zum Schrei eingefroren. Niemand weiß, was er sah, aber die Winchester Brüder werden es rausfinden.
Bald schon stehen sie Angesicht zu Angesicht mit den Geistern der berüchtigsten Bewohnern der Insel, Dämonen mit einer versteckten Absicht und einer geheimnisvollen, alten Macht, die auf der Suche nach Rache ist. Es liegt an Sam und Dean, die Bürger von Key West zu retten... bevor die schöne Insel auf nichts weiter als ein Haufen Knochen reduziert wird.

Zum Buch:
Ich habe eine Zeit lang gebraucht, um richtig in Bone Key hereinzufinden, was möglicherweise auch daran lag, dass ich es nicht gewohnt bin, englisch zu lesen. Ich hatte anfangs meine Zweifel, ob mir das Buch gefallen würde, denn alles ging nur sehr langsam vorran. Bis Dean und Sam überhaupt in Key West ankommen und mit den Ermittlungen anfangen, vergeht schon einige Zeit. Dazu kam, dass der ständige Perspektivenwechsel den Lesefluss hemmte. In dem einen Kapitel ist man mit Dean und Sam unterwegs, das nächste Kapitel zeigt die Geschichte eines Opfers. Die Vorgeschichte zu den "Morden" war zwar nicht uninteressant, aber immer wieder zu sehen, wie Menschen sterben (und sei es auf noch so viele Arten) wird mit der Zeit langweilig.
So dauert es bis zur Hälfte des Buches, bis man weiß, mit was bzw. wem man es zu tun hat. Und hier begann für mich erst die eigentliche Spannung.

Das Thema allgemein finde ich gut und interessant umgesetzt. Mir gefielen die einzelnen Handlungen zu den Geistern und die ganzen restlichen Seiten, in denen die Winchester Brüder gegen den Ursprung des ganzen Chaos vorgehen, konnten mich packen. Auch waren die Charaktere ziemlich nah an der Serie dran, worüber ich echt glücklich bin.

FAZIT
Im Endeffekt bin ich doch froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es erinnert mich an die guten alten Supernatural Folgen und die ganze Handlung rund um die Geister passt super. Je fortgeschrittener die handlung, desto spannender wurde es und ich wollte einfach nur noch wissen, wie es ausgeht, so dass ich nicht mit lesen aufhören konnte.

Zum Englisch:
Bone Key war mein zweites Buch, dass ich auf englisch gelesen habe. Obwohl ich am Anfang kleine Probleme damit hatte, bin ich im Laufe des Lesens immer besser und schneller vorrangekommen. Das Englisch selbst ist an und für sich einfach, hat aber auch seine fremden und schwierigen Wörter. Die habe ich aber meistens überlesen und nur die nachgeschlagen, die öfters vorkamen oder wirklich von bedeutung waren. Das meiste kann man sich allerdings aus dem Kontext erschließen.

Sonstiges:
Insgesamt gibt es 12 Supernatural Novels, die voneinander unabhängig sind.

Bewertung: 
Cover: ●● 
Schreibstil: ●●●
Idee: ●●○   
Charaktere: ●●

Spannung: ●●

Handlung: ●●


Insgesamte Wertung: 7,4 / 10

Mehr Infos:  
 

Sonntag, 27. Oktober 2013

Rezension ♣ Eine Studie in Scharlachrot (Arthur Conan Doyle)

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 Titel: Eine Studie in Scharlachrot
 Autor: Sir Arthur Conan Doyle
 Reihe: Band 1; Reihe | Band 2 |
 Genre: Mystery
 Verlag: Suhrkamp / Insel Taschenbuch
 Erscheinungsdatum: 26.11.2007 (Originalausgabe 1888)
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 189 Seiten
 Preis: 7,00€
 ISBN: 978-3-458-35013-2



Beschreibung:
Eine Studie in Scharlachrot erzählt von der ersten Begegnung zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson sowie ihrem ersten gemeinsamen Fall. Auf der Suche nach einer Unterkunft in London trifft Dr. Watson den »Beratenden Detektiv« Sherlock Holmes, und sie beziehen gemeinsam eine Wohnung. Holmes' exzentrische Art und seine geheimnisvolle Tätigkeit wecken Watsons Neugier. Kein Wunder also, dass er seinen neuen Freund bei dessen nächstem Auftrag begleitet: In einem verlassenen Haus wurde die unversehrte Leiche eines Amerikaners gefunden. An der Wand des Zimmers steht, mit Blut geschrieben, das deutsche Wort »Rache«. Trotz vieler Ungereimtheiten kommt Sherlock Holmes dem Mörder schon bald auf die Spur...

Gestaltung:
Das Cover ist sehr simpel gehalten, aber trotz allem finde ich es schön und gut gelungen. Auch wenn das Motiv der Zeichnung nicht meine erste Wahl gewesen wäre passt es zur Handlung. Schön war auch das Inhaltsverzeichnis und die interessanten Anmerkungen am Ende des Buches.

Erste Sätze:
»Im Jahre 1878 erwarb ich den Grad eines Doktors der Medizin an der Universität London und begab mich nach Netley, um an dem Lehrgang teilzunehmen, der für Ärzte der Armee vorgeschrieben ist. Nachdem ich dort meine Studien abgeschlossen hatte, wurde ich den Fünften Northumberland-Füsilieren als Assistenzarzt attachiert..«

Zum Buch:
MEINUNG
Nachdem ich die Sherlock Serie von BBC gesehen habe und mir eine Freundin die Bücher empfohlen hat stand für mich fest, dass ich die Bücher irgendwann lesen werde. Da wir für die Schule ein Buch aus dem 19. Jahrhundert lesen und vorstellen sollen, hat sich das schneller ergeben als ich dachte.
Der Großteil des Buches wird aus der Sicht des Arztes John Watson geschildert, der verwundet aus Afghanistan kommt und eine Wohnung sucht. Durch einen alten Freund trifft er schließlich auf den Privatdetektiv Sherlock Holmes und kurze Zeit später beziehen sie zusammen eine Wohnung in der Baker Street.
Es dauert nicht lange, da hat Holmes auch schon einen Fall und Watson darf ihn dabei begleiten. Eine Männerleiche wurde in einem Haus gefunden - mit Blut aber ohne Wunde oder überhaupt Anzeichen eines Mordes. Einziger Hinweis ist das Wort Rache, das mit Blut an die Wand geschrieben wurde.

Der eigentliche Fall ist schnell gelöst und dauert nur etwa die Hälfte des Buches. Doch war er dadurch nicht uninteressant. Im Gegenteil. Ich war überrascht, denn in der Serie ist dieser Fall komplett geändert worden (trotzdem sind natürlich Parallelen vorhanden), so blieb er weiterhin interessant und spannend mitzuverfolgen.
Die Sprache ist verständlich, auch wenn ich einige Wörter nicht kannte, und der Schreibstil ist einfach und schnell zu lesen. Sherlock erklärt außerdem auch wie er den Fall gelöst hat, was ebenfalls sehr interessant ist und einiges erklärt.
Der zweite Teil des Buches hat mich ehrlich gesagt zuerst etwas verwirrt und ich habe eine Weile gebraucht bis ich gemerkt habe, dass das die Hintergrundgeschichte des Falls ist. Sie kam mir etwas langatmig und nicht ganz so spannend vor. Danach wechselt man wieder zum Geschehen und erfährt noch einige andere Dinge, die den Fall betreffen.

FAZIT
Eine Studie in Scharlachrot ist ein solider und spannender Roman, der sich leicht und schnell lesen lässt. Ich bin sehr auf die weiteren Fälle sehr gespannt und freue mich darauf, Holmes und Watson dabei zu begleiten.

Sonstiges:
Eine Studie in Scharlachrot ist im Original 1888 erschienen und heißt auf englisch A Study in Scarlet. Es ist der erste Band der Sherlock-Reihe, die 9 Einzelbände beinhaltet. Die weiteren Bände sind Das Zeichen der Vier, Der Hund der Baskervilles, Das Tal der Angst, Die Abenteuer des Sherlock Holmes, Die Memoiren des Sherlock Holmes, Die Rückkehr des Sherlock Holmes, Seine Abschiedsvorstellung und Sherlock Holmes' Buch der Fälle.

Bewertung:
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●●●   
Charaktere: ●●●●○
Humor: ●●○○○
Romantik: ○○○○○
Spannung: ●●●●○
Handlung: ●●●●○

Insgesamte Wertung: 8,8 / 10

Mehr Infos:
Über das Buch
Über den Autor
Leseprobe

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*Bild- und Textquelle: http://www.suhrkamp.de/buecher/eine_studie_in_scharlachrot-sir_arthur_conan_doyle_35013.html

Mittwoch, 11. April 2012

Rezension ♣ Die Hunt-Chroniken - Der Schattenseher - Joseph Nassise


Titel: Die Hunt-Chroniken - Der Schattenseher
Autor: Joseph Nassise
Genre: Fantasy / Mystery
Verlag: PAN
Erscheinungsdatum: 01.12.2009
Format: Klappenbroschur
Seitenzahl: 350
Preis: 9,95€
ISBN: 978-3-426-28304-2



Kurzbeschreibung:
Wer ihm auf der Straße begegnet, hält Jeremiah Hunt für einen Blinden. Doch der Eindruck trügt: Hunt hat bei einem geheimnisvollen Ritual  zwar sein Augenlicht geopfert, doch nun kann er sehen, was den Menschen verborgen bleibt: die Geister der Toten, die sich nicht von der Welt der Lebenden trennen können, und die magischen Geschöpfe, die unerkannt unter uns leben. Endlich findet Hunt so auch eine Spur, die ihn vielleicht zu seiner Tochter führt - oder in den Tod...

Gestaltung:
Sowohl die Schrift wie auch das Gesicht auf dem Cover sind ausgestanzt und dadurch erfühlbar, was ich besonders bei letzteren mehr als gut gelungen finde. Die Farben sind sehr düster gehalten, was ich bei diesem Buch ganz passend finde.

Erste Sätze:
»Ich habe mein Augenlicht gegeben, um die Wahrheit sehen zu können. Hätte ich damals aber gewusst, was ich heute weiß, wäre ich diesen Teufelspakt niemals eingegangen.«

Zum Buch:
Hunts Tochter Elizabeth wird entführt, als sie noch ein kleines Mädchen ist. Da er im selben Moment im Haus war, davon allerdings nichts mitbekommen hat, verfällt er nicht nur in Selbstvorwürfen, sondern in einen richtigen Wahn, seine Tochter zu finden. Als er dadurch seine Frau verliert und nichts mehr weiterhilft, unterzieht er sich einem magischen Ritual, durch den er sein Augenlicht verliert. Seitdem kann Hunt die Geister der Toten und die Auren anderer Geschöpfe sehen, die, wie er, auch irgendeine Besonderheit haben.
Um mehr über seine Tochter herauszufinden, hilft er hin und wieder bei Ermittlungen und erhält im Gegenzug mögliche Neuigkeiten. Doch als er der Polizei bei zwei Tatorten helfen soll, findet Hunt Hinweise auf seine Tochter. Mit Bruno, dem Barbesitzer und Denise, einer Hexe, kommt er einem Mörder auf die Spur, der etwas mit Elizabeths Verschwinden zu tun hat. Nun kommt Hunt selbst in das Visier der Polizei...

Das Buch beginnt ungefähr mit dem ersten Tatort. Nach und nach gibt es Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, so dass man alles Stück für Stück erfährt und besser nachvollziehen kann. In erster Linie handelt Der Schattenseher von Elizabeths Verschwinden, beziehungsweise Hunts Suchen nach ihr und um die Geister. Dadurch, dass Hunt immer und immer wieder über seine Tochter nachdenkt, nervt diese Tatsache schnell. Doch sobald er Denise kennenlernt, wird es spannender und auch abwechslungsreicher, da man auch einige Kapitel aus ihrer Sicht sieht. Nach dem Zusammenschluss von Hunt, Denise und Bruno wird die ganze Geschichte einfach packender. Besonders die letzten 90 Seiten fand ich sehr fesselnd.
Das Buch endet nicht abrupt oder mit einem riesigen Cliffhanger, sondern in einer guten Mischung. Mit dem Ende könnte man es sogar auch einzeln lesen, da die Geschichte an sich so gut wie abgeschlossen ist. Jedoch bleibt es immer noch spannend, so dass man wissen möchte, wie es weitergeht.
Leser, die einen richtigen Thriller erwarten, sollten allerdings die Finger davon lassen, da es nicht um einen "magischen Thriller" handelt.

Sonstiges:
Die Hunt-Chroniken - Der Schattenseher ist der erste Band einer Reihe, ich schätze mal Trilogie. Im Original heißt es Eyes to see. Das Buch ist beim PAN-Verlag erschienen, jedoch wurde die Reihe - warum auch immer - aus dem Sortiment genommen. Das zweite Buch, Geraubte Seelen, müsste nach thalia.de zufolge am 6. Februar 2012 beim Knaur-Verlag erschienen sein, jedoch ist das nicht der Fall. Beide Bücher sind leider nicht lieferbar.

Über den Autor:
Joseph Nassise, geboren 1968 in Bosten, Massachusetts, ist der erste Autor, der in einem Jahr sowohl für den Bram-Stoker- als auch den International- Horror-Guild-Award nominiert wurde. Seine Trilogie Die Chroniken der Tempelritter - Der Ketzer, Der Engel und Die Schattenseher - machte ihn international bekannt und wurde in Deutschland zu einem großen Erfolg. Joseph Nassise lebt mit seiner Familie in Phoenix, Arizona und arbeitet gerade am nächsten Band der Hunt-Chroniken.

Zitate:
»Die Stille der Toten ist schrecklich, aber sie hat etwas Endgültiges. Die Stille der Vermissten jedoch ist etwas ganz anderes, ohne Worte verkündet sie eine deutliche Botschaft: Finde mich, schreit sie, und es bricht einem das Herz, denn sie ist nicht zu überhören, überall, wo eigentlich Lachen und der Klang von Lebensfreude ertönen sollte.« (Seite 64)

Bewertung:
Cover: ●●●●●
Schreibstil: ●●●●○
Idee: ●●●○○   
Humor: ●●○○○
Spannung: ●●●○○
Romantik: ●●○○○
Handlung: ●●●●○

Insgesamte Wertung: 6,5 / 10

Mehr Infos:
Über den Autor
Joseph Nassise über Der Schattenseher

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