Freitag, 30. August 2013

Rezension ♣ Dancing Jax: Zwischenspiel (Robin Jarvis)

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 Titel: Dancing Jax: Zwischenspiel
 Autor: Robin Jarvis
 Reihe: Band 2; Trilogie | Band 1 | Band 3
 Genre: Urban Fantasy / Paranormal
 Verlag: script5
 Erscheinungsdatum: 16. Januar 2013
 Format: Klappenbroschur
 Seitenzahl: 544 Seiten
 Preis: 14,95€
 ISBN: 978-3-8390-0135-6


Beschreibung:
An die, die noch immer um jeden Preis Widerstand leisten (ich weiß, ein kleiner, verstreuter Haufen existiert noch), entweder weil ihr einen eisernen Willen habt oder einfach das Glück, so wie ich immun gegen diesen Wahnsinn zu sein: Ich rate euch dringend, das Land zu verlassen! Verschwindet von da. Ihr könnt nichts mehr ausrichten.

Vor einigen Monaten tauchte ein merkwürdiges altes Buch in einer britischen Kleinstadt auf und zog all jene, die es lasen, in seinen Bann. Inzwischen wurde das Buch in großem Stil veröffentlicht und ganz Großbritannien ist ihm verfallen. Diejenigen, die sich seinem Einfluss widersetzten, wurden getötet. Doch es gibt einige, auf die das Buch keine Wirkung hat. Sie werden Abtrünnlinge genannt, werden verfolgt und gejagt, auch von ihren eigenen Familien und Freunden. Dies ist ihre Geschichte.

Gestaltung:
Zwischenspiel ist ähnlich wie Auftakt gestaltet, nur mit einer anderen Figur als Hauptmotiv. Die Rückseite kann sich ebenfalls zeigen lassen. Zudem ist alles leicht beschichtet. Ein großes Lob an den Verlag!

Erste Sätze:
»Reggie Tucker hievte sich seinen Rucksack auf die Schultern. Es war an der Zeit, den Park zu verlassen. Er krabbelte aus seinem Versteck unter den Rhododendren an der Außenmauer und lief eilig einen der Fußwege entlang.«

Zum Buch:
HANDLUNG
Im zweiten Band der Reihe hat der Ismus sein Ziel, Dancing Jax zu verbreiten, In Angriff genommen. Wir verfolgen zuerst die Reporterin Kate, die für das amerikanische Fernsehen die verstörten Ereignisse aufzeichnet und ihnen nachgeht. Sie lernt den Ismus kennen und wird von ihm zu einem besonderen Wochenende eingeladen: ein Wochenende voller Feste und Spiele, an dem die übrigen abtrünnigen Kinder bekehrt werden sollen. Doch es stellt sich heraus, dass der Ismus ganz andere Pläne verfolgt und so werden die Kinder unter brutalen Bedingungen gefangen gehalten.

MEINUNG
Den Rest des Buches erfährt man hauptsächlich aus der Sicht der Kinder. Sie sind sehr unterschiedlich und man schließt sie mit der Zeit mehr oder weniger ins Herz. Jedes hat seine ganz eigene, spezielle Persönlichkeit, die sich während des Camps zum besseren oder schlechteren verändert. Der Autor geht überwiegend auf acht Charaktere ein: die siebenjährige Christina; Spencer, der Westernfilme liebt und gerne selbst ein Cowboy wäre; die Vegetarierin Jody, den Schotte Alasdair, die eingebildete Charm, der Macho Marcus, die etwas dickere Maggie und der coole, wenn auch etwas schweigsame, Lee. Es ist unterhaltsam aber auch herzzerreißend wie sie auf verscheidene Dinge reagieren und wie sich Freund- und Feindschaften bilden. Die Bestrafungen sind brutal, sollen abschrecken und drücken umso mehr die Grausamkeit des Janglers, der Wärter und des Ismus' aus. Ich denke, jeder von uns kann sich mit irgendetwas davon identifizieren und mitfühlen und ich bin erneut davon überrascht, wie authentisch und real Robin Jarvis seine Charaktere erschaffen hat.

Wie schon im ersten Band erhält man Einblicke in die Geschichte von Mooncaster; wenn es nach mir ginge, könnten es sogar noch etwas mehr gewesen sein. Auch gibt es wieder einige Zeichnungen zu Wesen oder Orten, nur die Zitate am Anfang der Kapitel habe ich ein bisschen vermisst.

Die Geschichte nimmt schon am Anfang an Fahrt auf und bleibt durch die verschiedenen Zwischenfälle und die Fragen, die man sich dadurch stellt, sehr spannend. Die Story wird auch durch den Castle Creeper sehr interessant und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie der Autor alles im letzten Band zusammenführen bzw auflösen wird.

FAZIT
Auch wenn nicht allzu viel passiert, ist der zweite Band der Dancing Jax Reihe sehr interessant gestaltet und es war spannend, alles mitzuverfolgen. Eine gelungene Fortsetzung, die neugierig auf den abschließenden Band macht.

Sonstiges:
Zwischenspiel (Originaltitel: Freax and Rejex) ist der zweite Band der Dancing Jax Reihe. Band eins, Auftakt (Originaltitel: Dancing Jax), ist schon erschienen. Der letzte Band Fighting Pax erscheint am 28. August 2014. Titel oder Erscheinungsdatum der deutschen Ausgabe ist noch nicht bekannt.

Bewertung:
Cover: ●●●●●
Schreibstil: ●●●●●
Idee: ●●●●●   
Charaktere: ●●●●●
Humor: ●●○○○
Romantik: ○○○○○
Spannung: ●●●◐○
Handlung: ●●●●○

Insgesamte Wertung: 9,0 / 10 

Mehr Infos:

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Samstag, 24. August 2013

Rezension ♣ Das verbotene Eden: Magda und Ben (Thomas Thiemeyer)

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 Titel: Das verbotene Eden: Magda und Ben
 Autor: Thomas Thiemeyer
 Reihe: Band 3; Trilogie | Band 1 | Band 2
 Genre: Dystrophie
 Verlag: Knaur
 Erscheinungsdatum: 01.08.2013
 Format: Hardcover
 Seitenzahl: 448 Seiten
 Preis: 16,99€
 ISBN: 978-3-426-65328-9



Beschreibung:
Der Kampf der Geschlechter steuert seinem Höhepunkt entgegen. Als die Frauenarmee immer tiefer ins Herz der Männerstadt vorrückt, treffen ein alter Mann und eine alte Frau aufeinander - und machen eine unglaubliche Entdeckung: Magda, die oberste Heilerin, und Benedikt, der Prior der Abtei, waren vor fünfundsechzig Jahren ein junges Paar, das durch den Virus auseinandergerissen wurde. Inzwischen trennen sie Welten. Ob sie nach all den Jahren noch immer etwas füreinander empfinden? Kann es gelingen, die Zeit zurückzudrehen und den blutigen Konflikt beizulegen? Wenn es eine Kraft gibt, die das möglich macht, so ist es die Liebe.

Gestaltung:
Auf dem Cover sind Ben und Magda in jungen Jahren abgebildet, auch hier finde ich die Personen sehr passend. Der Hintergrund ist diesmal in rot gehalten und passt prima zu den anderen. Und auch diesmal gibt es in den Klappseiten eine Karte, die dann und wann sehr hilfreich ist.

Erste Sätze:
»Die Finsternis drang wie Rauch aus den Tunneln. Das wenige Licht, dass durch die Risse und Spalten in der Decke fiel, reichte gerade aus, um ein kurzes Stück des Weges zu beleuchten. Silbriges Wasser tropfte aus Belüftungsschächten und landete platschend auf dem mit Müll und Unkraut übersäten Boden.«

Zum Buch:
MEINUNG
Der dritte und letzte Teil der Das verbotene Eden Trilogie führt alle Fäden zusammen und löst die ein oder andere Unklarheit auf.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick ins Jahr 2015. Magda und Ben, die man schon in den Vorgängern kennenlernt und die wahrscheinlich mit die ältesten Charaktere der Geschichte sind, sind 2015 ein jugendliches Liebespaar. Die ganze Rückblende liest man aus der Sicht von Ben, den ich auf Anhieb sehr sympathisch fand. Er ist ein sehr einfach gestrickter Typ, der allerdings auch viel hinterfragt statt es einfach hinzunehmen. Zudem ist er Mitglied des Mittelaltervereins und beschränkt sich bei den neumodischen Dingen auf das Nötigste. Magda dagegen ist das genaue Gegenteil. Sie stammt aus einer vermögenden Familie, hat den neuesten Schnickschnack und trägt Markenklamotten. Um ehrlich zu sein mochte ich die frühere Magda an sehr vielen Stellen nicht, da sie mir etwas zu verwöhnt war. Vielleicht wollte Thomas Thiemeyer damit aber auch nur ausdrücken, dass diese ganzen Statussymbole in unserer heutigen Gesellschaft viel zu überbewertet und eigentlich nichts wert sind, denn nach dem Virus sind sie das ja auch.

Man erfährt endlich, wie das Virus entstanden ist, was ein Virus überhaupt ist und wie das Virus ausgebrochen ist. Und auch wenn das ein oder andere etwas trocken rübergebracht wurde, ist es dennoch sehr informativ diese ganzen Fakten zu erfahren. Durch Ben erlebt man mit, wie das Virus zuschlägt und wie sich Männer und Frauen verfeinden. Leider bleibt man nicht allzu lange im Jahr 2015, obwohl ich gerne noch etwas länger dort geblieben wäre. Interessant hätte ich nämlich auch gefunden, wie genau die Männer und Frauen jetzt, nach dem Zusammenbruch leben und wie sie (vor allem die Frauen) ihr neues Leben aufbauen.

Nach dem Sprung in die Vergangenheit kehrt man in die ursprüngliche Handlung zurück. Die Sichtweisen ändern sich oft und somit ist bleibt es immer spannend. Logan sitzt immer noch in Gefangenschaft und Gwen macht sich mit den Brigantinnen auf den Weg in die Schlacht gegen den Inquistitor, verfolgt aber insgeheim ihr eigenes Ziel: Logan zu befreien. Arkana und Claudius wollen den Krieg verhindert und auch Benedikt und Magda haben ihren Part. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen nach und nach zusammen, bis es schließlich zum endgültigen Krieg kommt.
Der Showdown ist sehr actionreich und packend und man fiebert bis zum Ende mit. Die Anhänger des Inquisitors haben für mich etwas zu schnell nachgegeben, aber ansonsten war das Ende sehr stimmig. Gefreut hat es mich auch, dass David und Juna einen kleinen Auftritt haben.

An sich wurden alle Sachen (auf-)geklärt, die Handlungen geschickt zusammengeführt und abgerundet. Beim Schluss hätte ich allerdings gerne noch mehr Einblicke in das jetzige gemeinsame Leben von Männern und Frauen, auch von David und Juna, gehabt.

FAZIT
Thomas Thiemeyer hat es geschafft, dass ganze Buch spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Die Reihe ist nicht nur sehr einfallsreich, sondern auch bis zum Schluss durchdacht. Ein toller Abschluss der Trilogie!

Sonstiges:
Magda und Ben ist der dritte Teil der Das verbotene Eden Trilogie. Band eins heißt David und Juna, Band zwei Logan und Gwen. Thomas Thiemeyer und neben dieser Trilogie noch weitere Fantasy und Thriller Reihen veröffentlicht.
Zitate:
»Wie sehr ich diese armen Schweine bedauere, die nach dem Abi sofort ins Studium wechseln. G8, Bachelor, Master, du wirst da durchgeschleust wie durch eine Autowaschanlage. Da paukst du dir dein Wissen in den Schädel, schreibst Klausuren, hältst Referate und merkst gar nicht, wie die besten Jahre deines Lebens an dir vorüberziehen. Am Ende hast du vielleicht einen Abschluss, aber du stellst fest, dass du die ganze Zeit nur funktioniert hast. Keine Freiheit, nichts. Tja, und dann erwartet alle Welt, dass du mit deinem Abschluss gleich in den Job wechselst. Und da geht die Tretmühle dann erst richtig los.« (Seite 32)
»Die Wahrheit ist, dass wir Himmel als auch Hölle sind. Es steckt beides in uns. Die Welt ist ein Spiegel unserer selbst, deshalb haben wir es auch selbst in der Hand, was damit geschieht.« (Seite 429)

Bewertung:
Cover: ●●●●
Schreibstil: ●●●●
Idee: ●●●   
Charaktere: ●●

Humor: ●●◐○○
Romantik: ●○○○○
Spannung: ●●

Handlung: ●●●


Insgesamte Wertung: 8,6 / 10  

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Dienstag, 13. August 2013

Rezension ♣ Im Schatten der Rache (Pamela Gelfert)

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 Titel: Im Schatten der Rache
 Autorin: Pamela Gelfert
 Reihe: /
 Genre: Krimi
 Verlag: Verlagshaus el Gato
 Erscheinungsdatum: 02.11.2012
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 310 Seiten
 Preis: 12,90€
 ISBN: 978-3-943596-32-8



Beschreibung:
Glücklich verheiratet, erfolgreich im Studium und kerngesund. Daniel ist mit seinem Leben mehr als zufrieden. Doch am letzten Tag seiner Flitterwochen wird seine Frau plötzlich erschossen und er verliert völlig die Kontrolle über sein Leben. Anstatt sich weiter auf seine Zukunft zu konzentrieren, gibt es in seinem Leben nur noch Ziel: Rache. Aber das ist gar nicht so einfach. Denn der Mörder ist einer von den Guten. Der Schuss war nur ein Unfall, womit es für Daniel zu einem moralischen Problem wird. Rache gegen Gewissen. Und nicht nur das steht ihm im Weg. Um überhaupt an ihn heranzukommen, muss er erst einmal Mitglied in der Geheimorganisation werden, in der der Schütze arbeitet.

Gestaltung:
Das Cover spiegelt die Atmosphäre und auch ziemlich gut das mit der Geheimorganisation wider. Ich weiß immer noch nicht genau, ob es ein Foto, eine Zeichnung oder eine Mischung aus beidem ist. Sieht aber sehr schick aus, auch wenn ich die Schriftart des Titels nicht ganz so toll finde.
Der Titel trifft es auch ganz gut auf den Punkt, denn darum geht es eigentlich die ganze Zeit.

Erste Sätze:
»Wie bunte Blumen, die hell am Nachthimmel erstrahlten und sich in herabfallende Funken auflösten, glänzten die Raketen am Firmament. Wieder pfiff es und die Dunkelheit wurde von tausenden Lichtern erhellt, die kleinen Sternschnuppen gleich zur Erde segelten.«

Zum Buch:
HANDLUNG
Daniels Leben ist perfekt, bis in seinen Flitterwochen seine Frau erschossen wird. Er schwört sich Rache, muss aber erkennen dass der Mörder einer der Guten ist. Doch um ihn zu töten muss Daniel erst einmal Mitglied der Geheimorganisation werden.

MEINUNG
Ich bin überaus positiv überrascht. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen.
Die Idee des Buches finde ich sehr originell. Was mir besonders gefallen hat war die sehr ausgearbeitete Handlung, wie es auch schon bei der Sklavin des Schicksals Reihe der Fall war. Es passiert immer etwas und wird so nie langweilig, wirkt aber auch nicht zu überladen. Der Autorin ist die richtige Mischung von Dialogen, ruhigen und spannenden Momenten gelungen. Da man das Buch aus vielen verschiedenen Perspektiven, die relativ schnell wechseln, liest, hatte ich auch immer das Gefühl nichts zu verpassen. Die Handlung ist so komplex und die Handlungsstränge so verstrickt - es macht einfach unglaublich Spaß immer etwas mehr zu erfahren und dem großen Finale etwas näher zu kommen.

Alle Charaktere waren super authentisch und realistisch. Was mich nur ein klein wenig gestört hat war, dass einige Charaktere - vor allem die Frauen - vom Aussehen her besonders schön dargestellt wurden: hübsche Gesichter, tolle Figur, große Brüste. Abgesehen davon konnte man sich doch von den verschiedenen Figuren ein Bild machen und die ein oder andere Person lieb gewinnen. Ebenfalls konnte man ihre Beweggründe größtenteils nachvollziehen und ihre Gefühle wurden auch sehr gut rübergebracht.
Obwohl man alles hauptsächlich aus Daniels Sicht betrachtet weiß man bis zum Schluss nicht genau, was er vor hat. Überhaupt war das Buch nicht vorhersehbar und daher sehr spannend und durch den schönen und einfachen Schreibstil sehr schnell zu lesen.
Die kleine Liebesgeschichte kam mir dann ein wenig zu plötzlich, ihre Entwicklung war aber dennoch sehr niedlich. Ansonsten gab es im Laufe des Buches ein paar Sachen, die mir etwas unlogisch erschienen und manchmal war ich durch den Sichtwechsel verwirrt, weil ich nicht wusste, aus wessen Sicht ich lese.
Zum Ende wird es noch einmal richtig spannend. Man erwartet das schlimmste und dann gibt es doch eine plötzliche Wendung - wie schon gesagt, sehr unvorhersehbar.

FAZIT
Im Schatten der Rache liest sich zwar schnell durch, hält aber einige Überraschungen bereit. Es ist durch die die einfallsreiche Idee durchgehend spannend und die tollen Charaktere runden die Sache hab. Eine Empfehlung für ein schönes Buch für Zwischendurch!

Sonstiges:
Neben einigen Kurzgeschichten ist von der Autorin die Trilogie Sklavin des Schicksals erschienen.

Bewertung:
Cover: ●●●● 
Schreibstil: ●●●●
Idee: ●●●   
Charaktere: ●●

Humor: ●●◐○○
Romantik: ●○○○○
Spannung: ●●

Handlung: ●●●


Insgesamte Wertung: 8,8 / 10 


Mehr Infos:
Über die Autorin

*Bildquelle: http://www.weltbild.de/media/ab/2/057029439-im-schatten-der-rache.jpg
**Textquelle: http://www.amazon.de/Im-Schatten-Rache-Pamela-Gelfert/dp/394359632X/ref=cm_cr_pr_product_top

Samstag, 10. August 2013

Kurzrezension ♣ Andorra (Max Frisch)

Bildquelle*

 Titel: Andorra: Stück in zwölf Bildern
 Autor: Max Frisch
 Reihe: /
 Genre: Drama
 Verlag: Suhrkamp Verlag
 Erscheinungsdatum: November 1972
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 144 Seiten
 Preis: 5,55€
 ISBN: 978-3-518-36777-3



Beschreibung:
Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozeß einer Bewußtseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«.
Textquelle*

Zum Buch:
Ich musste dieses Buch für die Schule lesen und habe eine sehr geteilte Meinung über das Buch.
Das Stück spielt in Andorra, das an das Land der Schwarzen grenzt. Ein Lehrer hat vor Jahren einen kleinen Jungen (den er als Judenkind ausgibt) vor den Schwarzen gerettet, denn diese verfolgen die Juden. Unter den Vorurteilen und Beleidigungen erdrückt fühlt sich Andri immer mehr als Jude, obwohl er eigentlich keiner ist. Als später seine Mutter, eine Schwarze, auftaucht, weigert er sich die Wahrheit zu glauben und ist davon überzeugt, ein Jude zu sein. Schließlich wird der unschuldige Andri bei der "Judenschau" der Schwarzen hingerichtet.

Mit dem Hauptcharakter konnte ich mich nicht erwärmen. Seine Sturheit hat mich ziemlich schnell genervt.
Dennoch finde ich die Botschaft dieses Buches berührend: Wenn alle andere Leute dir sagen, was und wie du - angeblich - bist, immer und immer wieder, dann glaubst du es und wirst höchstwahrscheinlich wirklich so. Die ganzen Bemerkungen der anderen haben Andri mit der Zeit so runtergezogen, dass er von einen aufgeweckten, jungen Mann zu einen barschen und tristen Außenseiter geworden ist.
Die Handlung sollte uns daran erinnern, dass mir andere Menschen viel zu schnell - sei es durch Äußerlichkeiten oder Dingen, die man von anderen gehört hat - beurteilt und in eine Schublade steckt, obwohl sie eigentlich gar nicht so sind, wenn man sie nur besser kennenlernen würde.

FAZIT
Ein kurzes Buch für Zwischendurch, das garantiert nicht jedem gefallen wird, das aber dennoch zum Nachdenken anregt.

Mehr Infos:

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*Bildquelle: http://www.vigilie.de/wp-content/uploads/2009/05/9783518367773.jpg