Sonntag, 27. August 2017

Rezension ♣ All The Bright Places (Jennifer Niven)

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Titel: All The Bright Places
Deutscher Titel: All die verdammt perfekten Tage
Autorin: Jennifer Niven
Reihe: -
Genre: Contemporary
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 08. Januar 2015
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 432
Preis: 8,49€
ISBN: 978-0-14-135703-4
Englisch-Level: ●○○






Beschreibung
Theodore Finch is fascinated by death, and he constantly thinks of ways he might kill himself. But each time, something good, no matter how small, stops him.

Violet Markey lives for the future, counting the days until graduation, when she can escape her Indiana town and her aching grief in the wake of her sister's recent death.

When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it's unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the 'natural wonders' of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It's only with Violet that Finch can be himself - a weird, funny, live-out-loud guy who's not such a freak after all. And it's only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet's world grows, Finch's begins to shrink. How far will Violet go to save the boy she has come to love?
Textquelle*


Zum Buch
All The Bright Places erzählt die Geschichte von Theodore Finch und Violet Markey. Beide denken über Selbstmord nach und begegnen sich auf dem Bell Tower ihrer Schule. Finch, der eher ein Außenseiter ist und den alle nur "Freak" nennen, kann Violet davon abhalten, tatsächlich zu springen. Zusätzlich dazu werden sie auch Projektpartner und müssen zusammen Orte in Indiana besuchen und dokumentieren. Dabei kommen sie sich näher, und während sich Violet weiterentwickelt, verliert sich Finch immer mehr.

Finch ist ein Einzelgänger und Außenseiter. Er lebt mit seiner Mutter und zwei Schwestern. Sein Vater hat ihn früher misshandelt wenn er getrunken hat und lebt mittlerweile mit einer neuen, jüngeren Frau und deren gemeinsamen Sohn zusammen. Finch's Familienverhältnisse sind also nicht gerade optimal, zumal sich keiner wirklich um ihn sorgt. Es wird im Buch nicht explizit gesagt, aber als Leser hat man den Eindruck, dass er an Depression, einer bipolaren Störung, oder ähnliches leidet. Er sucht nach vielen Fakten über Selbstmorde, er schläft nicht, er schlüpft in verschiedene Persönlichkeiten wie beispielsweise Nerd Finch, Athlet Finch, etc. Trotzdem hat er eine sehr extrovertierte Persönlichkeit und probiert vieles aus. Im Umgang mit Violet ist er sehr positiv und unterstützend.

Violet ist ein hübsches und recht populäres Mädchen. Doch auch sie hat Lasten zu tragen. Ihre Schwester starb bei einem Autounfall, während Violet überlebte. Sie fühlt sich schuldig und versucht ihre Schwester am Leben zu erhalten, indem sie sich ihr anpasst. Sie lebt in sehr guten Familienverhältnissen, doch alle fassen sie wie mit Samthandschuhen an. Sie ist eher verschlossen und zweifelt an sich, reagiert aber auch abweisend. Vor dem Unfall hatten die beiden Schwestern einen Blog und Violet liebte das Schreiben. Aber jetzt bekommt sie einfach nichts auf die Reihe und sieht auch keinen Sinn mehr, auf ihr Lieblingscollege zu gehen. Überhaupt kann und will sie an eine Zukunft nicht denken.

Die Beziehung zwischen den beiden lässt sich mit "insta-love" ganz gut beschreiben. Am Anfang will Violet nichts mit Finch zu tun haben, aber nachdem sie die ersten Orte besuchen und sich einander anvertrauen (Dabei hatte ich das Gefühl, dass Finch etwas obsessed mit Violet ist und sie mehr oder weniger dazu drängt, ihm alles zu erzählen) kommen sie sich näher und von dem einen zum anderen Kapitel sind sie plötzlich in einer Beziehung. Weiterhin kam es mir so vor, als hätte die Autorin den Charakteren diese schlimmen Hintergrundgeschichten nur geschrieben, damit die Handlung extra tragisch und dramatisch ist. Es wirkte auf mich einfach zu gekünstelt. Mit beiden Hauptcharakteren wurde ich auch nicht richtig warm. Ich mochte sie zwar schon, aber irgendwas hat mich dann doch immer gestört. Die Nebencharaktere blieben schwach ausgebaut und klischeehaft, auch die Erwachsenen waren nur wenig hilfreich. Das Ende konnte mich ebenfalls nicht ganz zufriendenstellen, ich kann aber nachvollziehen, warum die Autorin diesen Ausgang gewählt hat.


Fazit
All The Bright Places war ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe. Vielleicht habe ich mir von dem ganzen Hype auch zu viel versprochen, mich haben besonders die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander enttäuscht. Mehr Tiefgang und ein etwas schnelleres Pacing hätte der Story gut getan. Inspirierend fand ich allerdings das Erkunden von Orten und was Finch und Violet dabei erlebt haben. Das Buch war nicht schlecht, konnte mich aber leider nicht in den Bann ziehen.


Bewertung
Cover: ●●●●○
Schreibstil: ●●●●○
Idee: ●●●●○
Charaktere: ●●◐○○
Spannung: ●●◐○○
Handlung: ●●●○○

Insgesamte Wertung: 6,4 / 10       (gefühlt: 6 / 10)


Mehr Infos
Zum Buch
Zur Autorin

 *Bild- und Textquelle: https://www.penguin.co.uk/books/275029/all-the-bright-places/

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