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Titel: Pretty: Erkenne dein Gesicht
Autor: Scott Westerfeld
Genre: Jugendbuch / Dystrophie
Verlag: carlsen
Erscheinungsdatum: März 2011
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Preis: 8,95€
ISBN: 978-3-551-31007-1
Kurzbeschreibung:
Zu schön, um wahr zu sein.
Tally ist eine Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, trägt coole
Klamotten, hat einen tollen Freund und ist ungeheuer beliebt. Sie ist
so, wie sie es sich immer gewünscht hat. Aber trotz all dem Spaß – den
Dauerpartys, dem Hightech-Luxus, den vielen Freiheiten – wird Tally von
dem unbestimmten Gefühl geplagt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Etwas
Wichtiges.
Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Ugly-Vergangenheit. Und plötzlich weiß sie wieder, was mit den Pretties nicht stimmt. Damit hört der Spaß auf und Tally muss kämpfen – um ihre Erinnerungen und um ihr Leben. Denn die Behörden haben nicht vor, jemanden mit diesem Wissen davonkommen zu lassen.
Quelle*
Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Ugly-Vergangenheit. Und plötzlich weiß sie wieder, was mit den Pretties nicht stimmt. Damit hört der Spaß auf und Tally muss kämpfen – um ihre Erinnerungen und um ihr Leben. Denn die Behörden haben nicht vor, jemanden mit diesem Wissen davonkommen zu lassen.
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Gestaltung:
Das Cover passt super. Man kann sich dadurch viel leichter das Aussehen der anderen Pretties vorstellen. Den Nebentitel "Erkenne dein Gesicht" finde ich auch sehr gut gewählt, der er einen Bezug zur Handlung hat.
Erste Sätze:
»Sich anzuziehen war immer der schwierigste Teil des Nachmittags.
Auf der Einlaung aus Valentino Mansion stand "semiformelle Kleidung" und die Sache mit dem "semi" war das Problem. Wie ein Abend ohne Party, so bot auch "semi" einfach zu viele Möglichkeiten.«
Zum Buch:
Pretty beginnt fast nahtlos dort, wo Ugly aufgehört hat. Tally ist nun eine Pretty und das hat nicht nur Auswirkungen auf ihre Handlungen, sondern auch auf den Schreibstil, denn als Pretty denkt man ganz anders - das wollte Scott Westerfeld damit klar machen. Und es ist ihm auch gelungen. Die Prettydenkweise ist sehr primitiv; die neuen Prettys denken fast ausschließlich an ihr Aussehen und das Feiern und ihr Wortschatz ist auch ziemlich beschränkt. Gefühlte hundert mal kommen die Worte "prickelnd" und "Pfusch" vor. Ich kann zwar gut nachvollziehen, dass der Autor damit ausdrücken wollte, wie sehr das Gehirn durch die Läsionen beschädigt wird, allerdings wird es mit der Zeit einfach zu viel und nervt.
Das ganze Buch dreht sich eigentlich um recht wenig: das Pretty-Dasein, das Heilmittel und zum Ende hin auch wieder um Flucht und Wildnis. Insgesamt fand ich es nicht sehr viel anders als Ugly aufgebaut. Bei mir kam kaum Spannung auf, da es zwar viele Geschehnisse gab, die Handlung dadurch aber nicht wirklich voranschritt. Die ganze eigentliche Story könnte man wesentlich einfacher zusammenfassen. Mir kam es so vor, als wäre die Handlung einfach nur "verkompliziert" worden. Ich konnte ein paar feste Handlungspunkte erkennen, doch das andere war meiner Meinung nach eher "unnötiges Drumherum". Beispielsweise wurden viele Streiche abgehandelt, beziehungsweise in die Handlung integriert. Vieles davon hat für mich einfach nur einen Füllfaktor und keinen genauen Zusammenhang, auch gab es in diesem Band wieder einige unlogische Stellen. Einen kleinen Pluspunkt gibt es immerhin für das Ende. Zwar hat man natürlich schon eine Vorahnung, was ungefähr passieren wird, aber so hätte ich den Ausgang nicht erwartet.
Der Schreibstil bleibt, bis auf die Wortwahl, unverändert vom ersten Band. Da er mir teilweise zu detailverliebt war und mir zu viele Vergleiche vorgekommen sind, könnte ich nicht immer flüssig lesen - das soll allerdings kein großer Minuspunkt sein, denn so was ist eben Geschmacksache.
Tally hat mich mit ihrem Pretty-Denken sehr genervt, was vermutlich auch die Absicht des Autors war. Ab ungefähr der Mitte wurde sie mir wieder etwas sympathischer, trotzdem haben mich einige Stellen gestört, bei denen Tally als großartig und perfekt dargestellt wurde, denn sie selbst schien damit kein Problem zu haben und wirkte dadurch sehr arrogant. Zane dagegen war ein sehr angenehmer Charakter, der von allen anderen Personen am realistischsten gedacht hat. Insgesamt aber waren mit die Charaktere immer noch zu klischeehaft mit wenig Ecken und Kanten.
Pretty empfand ich als extrem langatmig und eintönig. Die Handlung plätscherte dahin und kam nicht richtig voran. Trotz allem gab es dennoch einige gute und spannende Stellen.
Sonstiges:
Die Ugly-Pretty-Special Reihe ist in vier Bänden abgeschlossen: Ugly: Verlier nicht dein Gesicht (Originaltitel: Uglies), Pretty: Erkenne dein Gesicht (Originaltitel: Pretties), Special: Zeig dein wahres Gesicht (Originaltitel: Specials) und Extra: Wer kennt dein Gesicht (Originaltitel: Extras).
Meine Rezension zu Ugly findet ihr hier.
Meine Rezension zu Ugly findet ihr hier.
Über den Autor:
Scott Westerfeld wurde in Texas geboren. Er studierte Japanisch,
Spanisch und Latein und arbeitete unter anderem als Lehrer, Redakteur
und Softwaredesigner. Seit einigen Jahren lebt er abwechselnd in Sydney
und New York und schreibt mit großem Erfolg Romane für Erwachsene und
Jugendliche.
Bewertung:
Cover: ●●●●●
Schreibstil: ●●●○○
Idee: ●●●◐○
Charaktere: ●●●○○
Humor: ●●○○○
Romantik: ●○○○○
Spannung: ●●○○○
Handlung: ●●●○○
Insgesamte Wertung: 5,8 / 10
Mehr Infos:
Über das Buch
Über die Reihe
Über den Autor
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*Bild- und Textquelle: http://www.carlsen.de/junge-erwachsene/taschenbuch/ugly-pretty-special-band-2-pretty-erkenne-dein-gesicht/20269
