Samstag, 10. August 2013

Kurzrezension ♣ Andorra (Max Frisch)

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 Titel: Andorra: Stück in zwölf Bildern
 Autor: Max Frisch
 Reihe: /
 Genre: Drama
 Verlag: Suhrkamp Verlag
 Erscheinungsdatum: November 1972
 Format: Taschenbuch
 Seitenzahl: 144 Seiten
 Preis: 5,55€
 ISBN: 978-3-518-36777-3



Beschreibung:
Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozeß einer Bewußtseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«.
Textquelle*

Zum Buch:
Ich musste dieses Buch für die Schule lesen und habe eine sehr geteilte Meinung über das Buch.
Das Stück spielt in Andorra, das an das Land der Schwarzen grenzt. Ein Lehrer hat vor Jahren einen kleinen Jungen (den er als Judenkind ausgibt) vor den Schwarzen gerettet, denn diese verfolgen die Juden. Unter den Vorurteilen und Beleidigungen erdrückt fühlt sich Andri immer mehr als Jude, obwohl er eigentlich keiner ist. Als später seine Mutter, eine Schwarze, auftaucht, weigert er sich die Wahrheit zu glauben und ist davon überzeugt, ein Jude zu sein. Schließlich wird der unschuldige Andri bei der "Judenschau" der Schwarzen hingerichtet.

Mit dem Hauptcharakter konnte ich mich nicht erwärmen. Seine Sturheit hat mich ziemlich schnell genervt.
Dennoch finde ich die Botschaft dieses Buches berührend: Wenn alle andere Leute dir sagen, was und wie du - angeblich - bist, immer und immer wieder, dann glaubst du es und wirst höchstwahrscheinlich wirklich so. Die ganzen Bemerkungen der anderen haben Andri mit der Zeit so runtergezogen, dass er von einen aufgeweckten, jungen Mann zu einen barschen und tristen Außenseiter geworden ist.
Die Handlung sollte uns daran erinnern, dass mir andere Menschen viel zu schnell - sei es durch Äußerlichkeiten oder Dingen, die man von anderen gehört hat - beurteilt und in eine Schublade steckt, obwohl sie eigentlich gar nicht so sind, wenn man sie nur besser kennenlernen würde.

FAZIT
Ein kurzes Buch für Zwischendurch, das garantiert nicht jedem gefallen wird, das aber dennoch zum Nachdenken anregt.

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*Bildquelle: http://www.vigilie.de/wp-content/uploads/2009/05/9783518367773.jpg

Kommentare:

  1. Das musste ich mal in der Schule lesen und fands schrecklich. :D
    Aber irgendwie fand ich die meisten Bücher, die ich lesen MUSSTE schrecklich..

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  2. Wir lesen es gerade in der Schule und ich finde es zum einschlafen.... Ich finde es ist soooooo langweilig.... Wieso liest man das überhaupt in der Schule??!!!!!!

    lg Tris

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